A. E. KÖCHERT

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Erwin Wurm – Die Geschichte mit dem Gurkerl

Erwin Wurm – Die Geschichte mit dem Gurkerl

Das Gurkerl – wiederkehrendes Motiv in Erwin Wurms Schaffen – verkörpert für ihn vor allem Individualität, denn kein Gurkerl gleicht dem anderen. Genau wie der Mensch. Unterschiede sind die Conditio sine qua non. Und so zieht sich die Skulptur des Gurkerls wie ein grüner Faden durch Wurms Werk, ob überlebensgroß im Furtwängler-Garten zu Salzburg oder bei dem strahlenden Collier für das Haus Köchert.

Ist es Ironie, ist es Wahrheit? Meist beides, denn Ironie und das Absurde sind des Meisters Leidenschaft. Man denke nur an die endlose Foto-Serie „One Minute Sculptures“, in denen Menschen mit scheinbar belanglosen Alltagsgegenständen interagieren. Das Gewöhnliche übt auf den Künstler eine große Magie aus. Sein Anliegen ist, im Alltäglichen das Kunstwerk zu erkennen. Das Ergebnis ist jeweils aufmunternde Satire und skurriler Humor. Auch bei vielen seiner Skulpturen verschiebt er alltägliche Perspektiven, zum Beispiel beim „Fat Car“ oder beim „Fat House“. In seiner großen Werkshow im Mumok 2006 zeigte er einen gekrümmten VW-Bus, angeblich das Produkt eines Mentalisten. Nun, auch die Metaphysik bekommt in Wurms Werk ihr Fett ab.

Beim Gurkerl, das der Künstler für Köchert schuf, handelt es sich hingegen um ganz reale Werte, um Gold, Smaragd, Tsavorit und Peridot. In limitierter Auflage. Und weil es sich auch um Kunst handelt, muss hier nicht über die Gurkenkrümmung diskutiert werden.